Beiträge getaggt mit Musik

Zum Jahreswechsel: So klang 2015 (Version 1.0)

Es ist mal wieder soweit: Das alte Jahr geht zu Ende und die allgemeinen Neujahrsplanungen erreichen ihren Höhepunkt. Wer jedoch hippe Veranstaltungen mit teurem Champagner und fragwürdiger Dauerbeschallung ebenso als dekadenten Unfug empfindet, wird womöglich erleichtert sein, dass auch diesmal wieder eine Spotify-Playlist mit den Highlights der letzten 12 Monate die Sidebar dieses Blogs schmückt. Auch diesmal, sofern das überhaupt noch der Erwähnung bedarf, geht es musikalisch darin nicht immer nur harmonisch zu. Will heißen: 2015 wird in allen Facetten repräsentiert, mögen diese auch mal herausfordernd und sperrig sein…

Update: Die Playlist wächst und wächst – und nähert sich langsam ihrem finalen Stand. In Kürze folgt dann auch selbstverständlich wieder das ‚richtige‘ Ranking der besten Songs und Alben, auf das hiermit eingestimmt werden soll. Bis dahin viel Spaß beim Hören!

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Weihnachtsüberraschung: Sidebar-Player

Da wir doch Weihnachten haben und 2014 bald zuende geht, gibt es jetzt schon mal ein kleines Geschenk an all die fleißigen Leser hier (ja, und zwar alle beide! *hust*). Spotify-User dürfen sich ab sofort nämlich über einen Player in der Sidebar freuen, der die musikalischen Highlights des scheidenden Jahres in einer Playlist mit handverlesenen Tracks aufbietet. Ohne aussagekräftige Reihenfolge und in nächster Zeit wird möglicherweise noch der ein oder andere Track als Nachzügler seinen Platz darin finden. Nett, oder? Nicht-Nutzer des Dienstes hören in diesem Fall zwar leider in die akustische Röhre – sorry, manchmal muss man auch mal ein bisschen Mainstream sein! Doch keine Sorge, natürlich ist das nur ein kleiner Teaser für die richtigen Jahresbestenlisten, die demnächst hier eintrudeln werden – versprochen!

Bis dahin erst mal schöne Feiertage und viel Spaß mit der Mini-Musik-Revue 2014!

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Happy Birthday: 20 Jahre Selected Ambient Works Volume II

Die Überschrift sagt es bereits: 20 Jahre ist es nun her, dass Richard David James alias Aphex Twin seine bahnbrechenden „Selected Ambient Works Vol. II“ veröffentlicht hat. Ein zweieinhalbstündiges Mammutwerk, das nicht nur eine Fülle von Künstlern weltweit inspirierte, sondern bis heute seine Hörer nachhaltig zu faszinieren scheint und trotz seines Alters geheimnisumwoben bleibt. Es wäre also durchaus angebracht, „SAWII“ mit einer ausführlichen Revisite an dieser Stelle gebührend zu würdigen, doch ein Blick ins englischsprachige Web offenbart, dass dies bereits in umfassender Form geschehen ist, jeweils sehr lesenswert und informativ z.B. bei The Quietus und The Stranger, sodass ich es hier bei einem überblicklerischen Jubiläumsgruß belasse.

Im ersten Moment scheint wohl nicht für jeden ersichtlich, was denn hier gerade das Besondere der Musik ausmacht. In der Tat ist das nicht so leicht zu erklären. Obwohl in ihrer Konzeption weniger extrem als das Spätwerk von Richard D. James gehalten, sind die langen und ruhigen Stücke keine Musik, der man sich wie gewöhnlicher Radiobeschallung nähern könnte.
Marc Weidenbaum hat dem Album zu seinem Jubiläum im Rahmen der 33 1/3-Reihe  sogar ein ganzes Buch gewidmet (hier ein Interview dazu), das sich tiefer in die Materie begibt, und, wie ich fest annehme, neben einer Erschließung des kulturellen Kontextes auch Anreize zum detaillierteren Verständnis bietet. Für ihn ist „SAWII „a monolith of an album, but one in the manner of Stanley Kubrick’s 2001: A Space Odyssey, one that reflects back the viewer’s impression…. It is an intense album of fragile music“ (Quelle).
Aus sich selbst heraus transportiert das Werk keine archetypischen Emotionen wie Wut, Trauer, Freude oder Angst, agiert eher im subliminalen Bereich. Das mag ein Grund sein, weshalb es nicht bei jedem Anklang findet, sogar für einen nicht unerheblichen Teil potentieller Hörer wohl schlicht uninteressant ist. Sich häufig auf der Grenze zur puristischen Raummusik bewegend, bestehen die Kompositionen aus vielen repetitiven Elementen. Manchmal pluckert es ausdauernd im ähnlichen Tonfall, wird aber dennoch nie dabei langweilig. In seinen besten Phasen ist „SAWII“ fast magisch, vergehen die Minuten auch beim konzentrierten Hören wie von selbst, sogar wenn Melodieläufe sich beinah unverändert über längere Zeit wiederholen.

Ich könnte hier noch weiter versuchen, die durchaus einzigartige Wirkung des Ganzen in Worte zu fassen, wobei diese Methode ohnehin nicht repräsentativ wäre, da sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei jedem eine andere Erfahrung bietet. Besser ist, man hört sich stattdessen zeitlose Stücke wie „Rhubarb“ oder „Blue Calx“ einfach an und erfährt diese suggestive Urkraft am eigenen Leib bzw. Geist. Wieder und immer wieder.


Links:
Marc Weidenbaums Detailstudie zu „SAWII“ bei Amazon
Aphex Twins „Selected Ambient Works Volume II“ auf YouTube anhören
333Sound.com

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