Beiträge getaggt mit Chelsea Wolfe

Enttäuschungen & Überhypetes 2017

Entgegen der in Kommunikationsseminaren gerne propagierten Regel – Positives immer zuerst – tastet sich UnSoundaesthetics mal ungeniert miesepetrig an das Jahr 2017 heran. Es liegt in der Logik von Jahresbestenlisten, dass mit der getroffenen Auswahl einhergehend anderen, nicht aufgeführten Werken wiederum die entsprechende Qualität abgesprochen wird. Jede Menge Alben rutschen damit Jahr für Jahr normalerweise unerwähnt durch, obwohl auch sie prägend für ihre Zeit sein können. Doch warum sollte man angesichts eines nahezu unbegrenzten Musikangebots eigentlich über mittelmäßige oder wenig gelungene Releases noch Worte verlieren? Tja, die Sache hat durchaus eine aktuelle Bewandtnis, insofern als sich in letzter Zeit die enttäuschenden Hörerfahrungen vermehrt dort einstellten, wo nicht damit zu rechnen gewesen ist. Gelistet sind hier also nicht wirklich die schlechtesten Platten, nein, in erster Linie gilt die fragwürdige ‚Ehre‘ lediglich gestandenen beziehungsweise geschätzten Künstlern, die in jüngster Vergangenheit überraschenderweise nicht überzeugen konnten; sowie jenen Alben, die in Musikmedien und Nerdkreisen gleichermaßen mit Lob überschüttet wurden, die hohen Erwartungen meinerseits jedoch leider nicht erfüllt haben.

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Highlights 2015: Die besten Alben

Und schon wieder eine Bestenliste! Überall tauchen sie auf, besonders am Jahresende, von den kleinsten Blogs bis zu den reichweitenstärksten Magazinen, alle bombardieren sie die Welt mit ihren inflationären Rankings. Da reiht man sich doch nur zu gerne ein, jedoch durfte die folgende, durchaus wohl überlegte Auswahl immerhin mehr als einen Monat lang heranreifen, um sich nun drastisch verspätet, aber …nennen wir es mal…  einigermaßen vollendet zu präsentieren, sofern dies überhaupt möglich ist.

Beim Verfassen dieser Zeilen stellt sich ein gewisser Déjà-vu-Effekt ein, deswegen sei auf die Einleitung des letzten Jahres verwiesen und an dieser Stelle nur kurz angemerkt, dass es bei der schieren Menge an veröffentlichter Musik einfach unmöglich ist, ihr in irgendeiner Weise gerecht zu werden. Denjenigen, die das hier lesen, wurde die Qual der Wahl damit hoffentlich ein wenig aus der Hand genommen. Vielleicht sagt die Selektion der Titel aber auch mehr über die Person aus, die sie vorgenommen hat, als über das Musikjahr 2015 – wer weiß das schon?

Fest steht hingegen – um ein bisschen Pathos in die Sache zu bringen –, dass Musik eines der wenigen Bollwerke gegen die Unannehmlichkeiten der Existenz darstellt und gleichzeitig, sofern sie mehr als bloße Ablenkung sein möchte, trotzdem in jene Realität eingebunden, also nicht vom Leben abgekoppelt ist. Das einleitende Geschwafel beschließe ich also in der Überzeugung, dass die unten gelisteten Alben dies gerade bewerkstelligen, indem sie der faden Mittelmäßigkeit und Austauschbarkeit entsagen und zum Kern der Dinge hervordringen.

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